Die Mythen von der Furggelen aus gesehen

Statt auf den Grossen Mythen, vom Grossen Mythen nach Einsiedeln wandern

by Moritz

Gut, wer noch nie auf dem Grossen Mythen war, sollte sich ihn zuerst vornehmen. Wer aber gerne etwas länger unterwegs ist und eine schöne Landschaft in den Voralpen mit ruhigen Ecken sucht, diese Wanderung ist genau das. Wie aber auch der Mythen ist diese Wanderung nichts für Anfänger. Sie ist nicht schwierig, aber sehr anstrengend.

Brunni – Holzegg – Furggelenstock – Butzigflue – Stockhütte – Amselspitz – Chli Amseln – Einsiedeln

6 h 45 min, 20 km, 1 055 m ↑, 1 275 m ↓

Die Wanderung hat mich gereizt, da sie natürlich den Grossen Mythen bietet, aber auch Moorlandschaften und ich habe das Ziel, den Bahnhof Einsiedeln, immer im Auge. Zudem kann man sie notfalls abkürzen. Man muss also nicht die ganzen 20 Kilometer wandern. Was eigentlich für mich auch ganz in Ordnung gewesen wäre, aber da war ich schon zu nah am Ziel.

Gestartet in Brunni und hoch zur Holzegg. Natürlich könnte man auch das Seilbähnli nehmen, aber… Auf der Holzegg eine erste Verschnaufpause mit Sicht auf den Grossen Mythen. Wer auf den Mythen möchte. Ich habe den Mythenweg hier beschrieben.

Von der Holzegg (hier kommt man auf die 5. Etappe des Schwyzer Höhenwegs) geht es Richtung Roteflue (ein alternativer Startpunkt für die Mythenwanderung) und entsprechend hat es noch einige Wanderer. Aber der Weg biegt dann bald mal ab und dann ist man etwas alleiniger unterwegs. Der Weg bis zum Furggelenstock geht durch Alpweiden, lichte Baumgruppen und Mooren… Also das bleibt jetzt eigentlich so bis nach Einsiedeln. Wem das also jetzt schon nicht passt, der sollte besser umkehren… Man verpasst aber eine wunderbare Aussicht ins Alptal, zu den Mythen und die Ybrig-Region.

Auf dem Furggelenstock geniesst man eine schöne Rundumsicht bevor man zur Alp Furggelen kommt. Hier könnte man bereits wieder einkehren und der Wanderung ein frühzeitiges Ende setzen. Ich bin natürlich standhaft geblieben und bin brav weitergewandert. Gut nicht allzu lange, denn man kommt ins Surbrunnen-Gebiet und da bietet sich eine Pause an. Es ist eine wunderschöne Hochmoor-Landschaft mit Kühen und viel Aussicht.

Dann geht’s durch einen lichten Wald hoch zur Butziflue. Was überraschend steil ist. Um dann gleich wieder hinunterzuwandern. Weiter durch den Wald, über Kuhweiden und eine Bergstrasse zur Stockhütte. Was ich natürlich hier verschweige, ist, dass es vorher geregnet hat und eine Kuhherde vorher durchgewandert ist. Schuhputzen ist definitiv angesagt.

Ab der Stockhütte ist der Weg breit und einfach. Zum Amselspitz geht es allerdings wieder über einen Wanderweg hoch. Von dort geht es steil hinunter. Zumindest da haben meine Knie etwas gemault. Nicht viel, solches Mimosenverhalten wird gar nicht toleriert, aber Wanderstöcke wären echt nicht schlecht gewesen (zuhause nützen sie gar nichts).

Über die Amseln geht es über Weideland und man hat nochmals viel Aussicht. Danach geht’s runter nach Einsiedeln. Ich bin die 5. Etappe des Schwyzer Höhenwegs jetzt nicht ganz so zu Ende gewandert, wie es so markiert gewesen wäre und habe den Freiherrenberg ausgelassen. Ob ich wirklich etwas gespart habe, das bezweifle ich, aber gefühlt war es sicher besser.

Tipp: Es ist eine lange Wanderung. Wasser sollte man genug dabeihaben. Es gibt ausser bei der Furggelen und der Stockhütte keine Verpflegungsmöglichkeit. Bei der Butziflue gibt es eine Abkürzung nach Alpthal oder eine Variante nach Unteriberg. Danach wird es mit dem Abkürzen etwas schwieriger.

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